Viele Leitstellen schicken Alarmierungen als Mail oder Fax. Der Alarm-Mail-Parser liest daraus Stichwort, Ort, Einsatznummer und weitere Felder. Eine Regel legt damit einen Einsatz an – als Vorschlag oder automatisch.
Parser einrichten
Die Liste öffnen Sie auf der Seite eines Postfachs über Alarm-Mail-Parser. Unter Vorlagen stehen von leitstelle.live gepflegte Formate. Übernehmen legt eine eigene Kopie an, die Sie anpassen können.
Für ein eigenes Format öffnen Sie eine echte Alarmmail im Postfach und wählen im Menü „…“ Parser aus dieser Mail (oder Neuer Parser und Mail wählen):
- In der Beispielmail den Wert markieren, z. B. das Stichwort.
- Unter Feld für die Markierung das Feld wählen und Zuweisen klicken. Felder sind u. a. Stichwort, Einsatznummer, Adresse, Straße, Hausnummer, PLZ, Ort, Objekt, Koordinaten, Meldender, Rückruf, Bemerkung und Alarmzeit; „eigenes Feld …“ ergänzt weitere.
- Für alle Felder wiederholen und Muster ableiten klicken. Das System merkt sich den Text davor und danach.
- Unter Felder die Muster prüfen und bei Bedarf Text davor, Text danach, mehrzeilig oder Pflichtfeld anpassen.
- Vorschau aktualisieren prüft den Parser an weiteren Mails desselben Absenders, z. B. „Vorschau an weiteren Mails desselben Absenders: 5/5 erkannt“. Fehlende Felder sind markiert („– fehlt –“).
- Parser anlegen bzw. Speichern.
Unter Quelle legen Sie fest, wo der Parser liest: Text, HTML, PDF-Anhang, Texterkennung (Fax) oder automatisch (dort, wo die meisten Felder stehen). Damit liest derselbe Parser auch Alarmfaxe.
Auslösende Aktionen in der Regel
In der Regel wählen Sie unter Dann z. B. Einsatz anlegen, dazu den Parser und optional eine Einsatzvorlage. Der Modus steht direkt an der Aktion:
- Vorschlag (Meldung in der Leitstelle) – Standard. In der Meldungsspalte erscheint z. B. „Einsatz aus Mail anlegen?“. Ein Klick auf Anlegen öffnet die erkannten Felder zum Prüfen und Bearbeiten, dann legt Anlegen den Einsatz an. Verwerfen lehnt den Vorschlag ab. Die Entscheidung gilt an allen Plätzen.
- automatisch – die Aktion läuft ohne Rückfrage.
Schutz vor Fehlauslösung
Mail ist fälschbar. Deshalb gilt für auslösende Aktionen:
- Die Regel braucht die Bedingung Absender ist mit einer Absenderliste.
- Automatisch läuft die Aktion nur, wenn die Absenderprüfung (SPF oder DKIM) bestanden ist. Fehlt die Prüfung oder kommt ein Fax, entsteht nur ein Vorschlag. Ist die Prüfung fehlgeschlagen, löst nichts aus.
- Optional ein Geheimwort: die Regel löst nur aus, wenn das Wort im Betreff oder Text steht (mit der Leitstelle vereinbart).
- Dieselbe Mail oder dieselbe Einsatznummer löst innerhalb von 30 Minuten nicht erneut aus.
- Höchstens 20 Auslösungen und Vorschläge je Stunde (Professional); beim Gruppenalarm gilt zusätzlich dessen Stundengrenze.
- Verdächtige Mails lösen nichts aus, siehe „Verdächtige Mails“.
Der Abschnitt Schutz vor Fehlauslösung in der Regel zeigt mit ✓, was erfüllt ist. Jede Ausführung steht im Protokoll der Regel.
